Das nofollow Problem

Das nofollow Problem

Linkbuilding ist ein Teil einer Suchmaschinenoptimierung, manche behaupten, dass es der Wichtigste sei, da Googles Algo ursprünglich maßgeblich auf die externe Verlinkung setzte. Das mag vor ein paar Jahren sicherlich richtig gewesen sein, heute sind Links von externen Quellen nur noch ein Teil der Bewertung durch Google. Trotzdem sind Links immer noch wichtig, das streite ich nicht ab, aber meiner Ansicht nach nicht mehr so entscheidend.

Durch Gästebuchspam, Forenspam, Blogspam, schlechte Webkataloge, Online Bookmarkverwaltung (häufig auch Spam), gekaufte Links wurde das Kriterium ‘externe Links’ immer weiter verwässert. Google sieht sich außer Stande, dem entgegenzuwirken – ich kann es nachvollziehen, denn bei mehreren Milliarden Websites, die Google bereits indexiert hat, ist dies kein leichtes Unterfangen (daher setzt man unter anderem darauf, dass Webmaster Google Seiten melden, die Links verkaufen).

Deshalb hat man Webmaster schon vor vielen Jahren mehr oder weniger gebeten, das Attribut rel (related) des Link-Tags mit ‘nofollow’ zu füllen. Durch diese Maßnahme weiß Google, aber auch all die anderen Suchmaschinen, dass einem Link nicht vertraut werden kann.

In WordPress werden bei der Standardinstallation alle Links von Kommentierenden mit dem Attribut rel=’external nofollow’ dargestellt. Ich halte diese für problematisch, denn durch diese Gängelung wird für mich ein wichtiges Mittel im Internet blockiert.

Das Internet ist durch Verlinkung groß geworden. Ich schreibe einen Artikel auf meiner Seite, ein fremder Webmaster findet die Informationen nützlich und verlinkt entsprechend darauf. Bei Blogs ist der Meinungsaustausch eine tragende Säule, denn dies zeigt zum einen, dass man möglicherweise kontroverse Meinungen mit seinen Beiträgen vertritt, oder dass andere Menschen den Blog für sich nützlich finden. Ein Blog mit wenigen, oder gar keinen Kommentaren lebt in meinen Augen nicht (und so hoffe ich hier auf rege Diskussionen 😉 ).

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